Tage der Befreiung: „Es gibt kein Ende des Erinnerns …“

Abb.: Plakat des DGB zum Antikriegstag 2019

sagte Bundespräsident Steinmeier in seiner Ansprache zum 75. Gedenktag des Kriegsendes am 8.5.2020.

Und: „Damals wurden wir befreit. Heute müssen wir uns selbst befreien.“ Der Bundespräsident meint damit mit Blick auf die altneue Rechte und die Neonazis wohl: befreien von neu-altem Nationalismus, Hass, Hetze und „Fremdenfeindlichkeit und Demokratieverachtung“.

Wir meinen: „Fremdenfeindlichkeit“ ist eigentlich Rassismus und der Demokratieverachtung können wir nur mit viel mehr Demokratie begegnen – also mit einem Mehr an Mitbestimmung und mit Wirtschaftsdemokratie.

Denn wir wissen mit Max Horkheimer:

„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“.

(Max Horkheimer: Die Juden und Europa. In: Gesammelte Werke. Band 4, Frankfurt am Main 1988, S. 308)

Horkheimer, einer der führenden Vertreter der Kritischen Theorie wies damit auf den Zusammenhang zwischen dem Kapitalismus (der wirtschaftlichen Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft) und der Entstehung des Faschismus hin: Als eine Reaktion auf die Krise des Kapitalismus versuche der Faschismus, den Kapitalismus mit despotischen Mitteln aufrechtzuerhalten. Dies ist, ein Blick in die Welt zeigt es, auch heute noch so …