75 Jahre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki – wir gedenken

Am frühen Morgen des 6. August 1945 wurde aus einem US-Militärflugzeug eine mit Uran 235 gefüllte Bombe auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen. Das nationalistische japanische Kaiserreich stand an der Seite der deutschen NS-Diktatur als Verbündeter. Währen in Europa die NS- Diktatur besiegt am Boden lag, kämpfte Japan weiter – allerdings gab es bereits Gespräche mit den Anti-Nazi-Alliierten zur Beendigung der Kriegshandlungen.

Die Atombombe explodierte in gut 500 Metern Höhe über Hiroshima. Die Stadt war wegen ihrer (Kriegs-)Industrie als Ziel ausgewählt worden. Die Explosion löste einen riesigen Feuerball aus mit Temperaturen an die 4000 Grad Celsius, die Feuerwalze raste mit einer Geschwindigkeit von über 400 Metern pro Sekunde über die Stadt hinweg. Bekannt sind die Fotos der pilzförmigen Wolke, danach fiel schwarzer Regen.

Es starben in dieser Flammenhölle über 70000 Menschen einen Sekundentod, in den Tagen danach mehr als weitere 100000 Menschen.

Drei Tage später folgt ein erneuter Atombomben-Abwurf über Nagasaki.

Am 15. August kapitulierte der japanische Kaiser und am 2. September 1945 wurde die Kapitulationsurkunde Japans unterzeichnet.

Während die offizielle USA bis heute behaupten, dass die Atombomben-Abwürfe zur Kapitulation Japans geführt hätten, ist genau dies nicht richtig. Es fanden über Monate hinweg bereits Verhandlungen Japans mit den Alliierten statt, eine Seeblockade isolierte Japan. Möglichkeiten einer nicht bedingungslosen Kapitulation des japanischen Regimes wurden immer aussichtsloser, dennoch zögerte Japan die Kapitulation lange hinaus. Mehr dazu: Atombombenabwürfe Hiroshima und Nagasaki

Mit den Abwürfen der Atombomben konnten die USA ihre militärisch-technische Überlegenheit innerhalb der Alliierten demonstrieren – besonders gegenüber der systemkonkurrenten Sowjet-Union.

In den Jahrzehnten danach litten tausende Hibakusha (Überlebende der Atombombe) an Folgeerkrankungen.

Die Abwürfe der beiden Atombomben lösten weltweites Entsetzen aus und es begann ein bis heute währender Diskurs über den Einsatz dieses Waffen in Kriegshandlungen, zur Kriegsverhinderung bzw. zur sog. Abschreckung.

Aus der Atombomben-Produktion des Militärs entstanden weltweit die sog. zivilen Atom-Industrien. Über diesen Zusammenhang informiert das Dossier unseres Bundesbruders und Genossen E.Klink (Wege_zu_Atomkraft_und_Atomrüstung_2020 )