95 Jahre BRSD – Bund der Religiösen Sozialist*innen Deutschland

Nach dem Ersten Weltkrieg und den nachfolgenden Kämpfen um eine bürgerliche bzw. eine sozialistische Gesellschaft in den Jahren 1919 und 1920 begannen sich religiös orientierte Sozialist*innen – meist christliche Sozialist*innen beider Konfessionen aber auch jüdische Sozialist*innen – in verschiedenen Gruppen zunächst unabhängig voneinander zu organisieren. Sowohl ihre Zielsetzungen wie auch die Zusammensetzung waren vielfältig. Einerseits ging es um eine Ablösung der „Obrigkeitskirche“ und die Orientierung auf eine “Volkskirche”, andererseits um eine religiöse und gleichzeitig sozialistische Antwort auf die Klassenkämpfe und die soziale Frage damals…

In den folgenden Jahren begannen diese Gruppen sich untereinander zu vernetzen und allmählich zusammen-zuschließen. In der ersten Augustwoche 1924 entstand auf der ersten Meersburger Tagung die Arbeitsgemeinschaft der religiösen Sozialisten Deutschlands. Auf der zweiten Meersburger Tagung, vom 1. bis 5. August 1926, wurde der Bund der religiösen Sozialisten Deutschlands gegründet. Führender Kopf war -neben anderen- der evangelische und marxistisch orientierte Pfarrer Erwin Eckert.

Wir dokumentieren hier seine Predigt auf dem Gründungskongress:

Pdf mit der Predigt von Pfr. Erwin Eckert zur Eröffnung des (Gründungs-) Kongresses der Religiösen Sozialist*innen, Meersburg August 1926 Eckert, E., Predigt bei der Eröffnung des Kongresses in Meersburg, August SaV 1926, Nr. 33, S. 174 f.,

Ebenso dokumentieren wir die Kundgebung zur Gründung des BRSD – Pdf BRSD,Kundgebung, III. Kongress 1.-5. August 1926 SaV 1926, Nr. 33, S. 177